Die faszinierende Reise des Gins: Vom Genever zum Compound Gin und weiter

Kapitel 1 - Die Anfänge des Gins

Die genau Herkunft des Gins ist zwar unklar, doch sein Vorläufer, der holländische Genever, erzählt eine eigene, faszinierende Geschichte. Im 17. Jahrhundert destillierte der niederländische Arzt Franz de La Boe einen Wacholderschnaps aus Wacholderbeeren, der als Heilmittel gegen Magen-Darm-Beschwerden gedacht war. Die Dorfbewohner waren von dem neuen Getränk begeistert, und bald beauftragte der Arzt Brennereien mit dessen Herstellung, um den wachsenden Bedarf zu decken.

 

Kapitel 2 - Der Einfluss des Krieges

Während der politischen Unruhen des Englisch-spanischen Krieges waren viele englische Soldaten in den Niederlanden stationiert. Sie entdeckten den Genever, dessen Geschmack ihnen Mut einflößte. Als die Engländer in ihre Heimat zurückkehrten, brachten sie diesen Alkohol mit und nannten ihn fortan "Gin". Durch die Hinzufügung von Gewürzen und Früchten entwickelte sich der Genever weiter und wurde als "Compound Gin" bekannt.

 

Kapitel 3 - Steuern und Verbote unter Wilhelm III.

1689 wurde Wilhelm III. König von England, Schottland und Irland und förderte die heimische Produktion von Bier und Schnaps durch Steuererleichterungen. Gleichzeitig verbot er die Einfuhr von Brandy aus Frankreich und den deutschen Staaten, was die Gin-Produktion enorm ankurbelte. Diese Entscheidungen führten zu einem Boom der Spirituose in England.

 

Kapitel 4 - Gin für alle!

Als Queen Anne die Nachfolge antrat, erlaubte sie jedem Untertan, Gin nach eigenem Rezept herzustellen. Dies hatte verheerende Folgen: Der Gin wurde zum begehrten, aber günstigen Getränk der Unterschicht. Im Jahr 1702 stellte jeder vierte Haushalt seinen eigenen Wacholderschnaps her, was dem Compound Gin den Spitznamen "Bathtub Gin" einbrachte, da viele Menschen ihn in ihren Badewannen brannten.

 

Kapitel 5 - Die Schattenseiten der Gin-Kultur

Der unregulierte Konsum führte zu einer grassierenden Alkoholkrankheit. 1733 tranken die Engländer über 47 Millionen Liter Gin pro Jahr. Der am meisten bewegende Vorfall war der einer Mutter, die die Kleidung ihres zweijährigen Sohnes verkaufte, um ihren Gin-Konsum zu finanzieren. Angesichts dieser Katastrophen beschloss das englische Parlament, strenge Regelungen einzuführen.

 

Kapitel 6 - Gesetze und Lizenzen

Neue Gesetze wurden erlassen, um die Produktion und den Verkauf von Gin zu regulieren. Brennereien mussten eine Sondersteuer von 50 Pfund zahlen – von hier stammt der Name "Fifty Pound Gin". Ausschankzeiten und -mengen wurden eingeschränkt, und die Qualität des Gins wurde erstmals kontrolliert. Doch trotz dieser Maßnahmen blieb das Problem des Alkoholismus bestehen; in London starb jeder achte Bürger infolge übermäßigen Konsums.

 

Kapitel 7 - Die Wende zur Qualität

Um die Probleme der Massenproduktion zu bekämpfen, entschieden die Behörden, günstigere Lizenzen für Brennereien anzubieten und die Herstellung minderwertiger Gins zu bestrafen. Dies führte zu einer Verbesserung der Preis- und Produktqualität.

 

Kapitel 8 - Experimentierfreudigkeit im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert begannen Brennereien, mit hochwertigen Zutaten zu experimentieren. Durch die Industrialisierung wurden neue Herstellungsverfahren entwickelt, und exotische Gewürze und Kräuter aus fernen Ländern bereicherten die Gin-Rezepte. Die gehobene Gesellschaft feierte in sogenannten Gin-Palästen die neue In-Spirituose, wobei der süße Old Tom Gin unter Frauen besonders beliebt war.

 

Kapitel 9 - Die Vielfalt des Gins

Durch fortschreitende Industrialisierung entstanden zahlreiche Ginsorten wie der London Dry Gin, der die britische Gin-Kultur maßgeblich prägte. Im Laufe der Jahre erlebte der Gin eine Renaissance, die ihn zurück ins Rampenlicht der Spirituosenszene brachte, wo er heute mehr denn je geschätzt wird.

 

Fazit - Die zeitlose Faszination des Gins

Die Reise des Gins, vom bescheidenen Genever zum eleganten Compound Gin, ist eine Geschichte von Genuss, Kultur und dem Streben nach Qualität. Der Gin ist mehr als nur ein Getränk; er ist ein Symbol für eine wechselvolle Geschichte und die ständige Suche nach dem perfekten Geschmack.

 

holländische Ärzte, die den Genever zubereiten

König Wilhelm III.

Queen Anne

Gin Lane (Schnapsgasse) von William Hogarth

Moderne Destille, die auch heute benutzt wird.

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